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Ausbruch aus dem Hamsterkäfig

Der Künstler Johannes Hoffrohne hat Großes vor, seine künstlerischen Weltbilder für Fortschreitende sollen die Bewusstseinstransformation einleiten, um jedem einzelnen Menschen den Ausbruch aus dem Hamsterkäfig zu ermöglichen, den Leistungsgesellschaft und Religion geschaffen haben. 23 Bilder und Skulpturen hat der Künstler in einer kunstvollen Mappe zusammengestellt.

Alle Kunstwerke sind aus Träumen entstanden. Dazu stellt er die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse aus der Quantenphysik und der Traumforschung vor. Traumbilder und Texte sollen zusammen das Feld schaffen, aus dem der neue, authentische, manipulationsfreie Mensch entstehen soll. Klingt für mich ein bisschen nach »Frankenstein«…

Die Texte sind unterteilt in Bilderklärungen und wissenschaftliche Texte über bestimmte Aspekte aus der Quantenphysik und der Traumforschung. Die Bilderklärungen sind mit dem logischen Verstand nicht nachvollziehbar (zumindest für meinen logischen Verstand). Solche Texte ärgern mich, denn ich versuche, sie trotzdem zu entschlüsseln und die Botschaft aufzunehmen, merke aber, dass das reine Zeitverschwendung ist. Vielleicht sollen sie auch unverständlich sein und demonstrieren, dass nur ein geübter Träumer solche Texte entschlüsseln kann…
Die Texte mit den wissenschaftlichen Erklärungen finde ich leichter zu lesen, sie befassen sich hauptsächlich mit dem Nullpunkt-Feld, der Quantenphysik, wie Bewusstsein die Realität erschafft und der Philosophie des Traumes. Hier beginne ich zu ahnen, was der Künstler und Autor mir sagen will. Sein – nicht ganz neuer – Leitsatz lautet: »Geist erschafft die Materie. Jeder Mensch erschafft sich und seine Welt selbst.«

Hat der Künstler, Träumer und Visionär Johannes Hoffrohne eine Antwort auf die ewigen Fragen: Woher kommen wir? Warum sind wir da? Wohin gehen wir? Ja, hat er, zum Beispiel diese: »Im Urknall spalteten wir Menschen uns von der »Absoluten Information« (Gott) ab. Diese Trennung wird erträglich, wenn wir, angetrieben von Angst, Mut, Freude und Zorn, das Wissen erarbeiten können, dass Leben und Tod nur ein abgegrenzter Bereich einer Wissenswelle sind, die auf der Frequenz der Liebe reitet.«

Nur der Traum sei fähig, uns unsere wahre Natur zu spiegeln, denn nur in ihm ist es möglich, manipulationsfreie Informationen aus parallel gelebten Leben zu erhalten. »Der Mensch existiert gleichzeitig in unzähligen Welten,… es gibt nur das zeitlose Leben, das zeitlos spielende, neugierige, sich entwickelnde Bewusstsein.« Wir können nur 2000 Informationen pro Sekunde aufnehmen, von 400.000.000.000 (vierhundert Milliarden), die zur Verfügung stehen. Also ziehen 399.999.998.000 Informationen pro Sekunde an uns vorbei – was für eine Informationsverschwendung!

Allerdings gibt der Autor auch zu, dass das Menschengehirn in Sekundenbruchteilen verdampfen würde, wenn wir das gesamte Wissen auf einen Schlag übermittelt bekämen. Wir können uns immer nur auf bestimmte Lerneinheiten konzentrieren. Eine Gruppe von Gleichgesinnten hätte da schon ganz andere Möglichkeiten…
Ein Träumer ist ein perfekter Künstler: »Nicht was wir tun hat Bedeutung, sondern was wir bei unserem Tun für Gefühle produzieren, denn wir Menschen sind organische Instrumente, die für ihre Schöpfer Gefühle produzieren.«

Bewertung: 3 von 5 Sternen

Oliver Bartsch

erschienen in connection Spirit Februar 2010

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